Gartenbauverein


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Zieräpfel - Zierde des Herbstes

Vereinsleben

Jetzt leuchten die kleinen Früchte der Zieräpfel wieder in den Gärten. Sie verwandeln solitär stehende, malerisch gewachsene Gehölze in farbenprächtige Augenweiden. Bis in den Winter halten einige Sorten ihren ansehnlichen Fruchtschmuck. Doch nicht nur im Herbst und Winter sind die Zieräpfel interessant. Kaum eine andere Gehölzgruppe weist eine derartige Vielseitigkeit der Zierwirkung auf. Zu jeder Jahreszeit entfalten die Laub abwerfenden Blüten- und Fruchtschmuckgehölze ihren speziellen Reiz, sodass sie von uns Hobbygärtnern auch als „Vierjahreszeitengehölze“ bezeichnet werden: im Frühling blühen sie überschwänglich mit zartem Duft und im Sommer bieten sie unter ihren grünen oder purpurnen Blätterkronen schattige Plätzchen.



Zu der Gattung der Äpfel, botanisch Malus, gehören etwa 35 Wildarten, die in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet sind. In unseren Gärten und Parks sind als Zierpflanze vor allem die vielen Zierapfelsorten bekannt.

Zieräpfel entwickeln je nach Art oder Sorte sehr unterschiedliche Wuchsformen. Einige formen sich mit breit ausladenden Ästen zu Großsträuchern, andere wachsen schlank aufrecht zu Kleinbäumen. Vor allem im Alter (selbst 50-jährige Pflanzen sind noch wüchsig!) zieren die Gehölze mit ihrem malerischen Kronenaufbau und den oft überhängenden Seitenästen. Im Winter kommt der charakteristische Habitus der Zieräpfel besonders gut zur Geltung, wenn die tief stehenden Sonne mit dem Astwerk lebendige grafische Strukturen zeichnet.


Vor allem die weiß blühenden Zierapfel-Sorten fruchten überreich und außerordentlich prachtvoll. Viele der Miniaturäpfel sind nur kirschgroß, weshalb die Gehölze auch als Kirschäpfel bezeichnet werden. Die dekorativen Früchtchen färben sich leuchtend gelb, orange oder rot, manche haben Streifen und zumeist ist ihre Sonnenseite intensiver gefärbt. Einige Sorten haben außergewöhnlich frostharte Früchte, die bis in den Dezember am Baum hängen bleiben und einen bezaubernden Winterschmuck darstellen. Viele heimische Tierarten wie Buchfinken und Sperlinge schätzen die lang haftenden Früchte als Winterfutter.

Die Früchte haben jedoch nicht nur Zierwert, sie sind essbar und können zu Gelee verarbeitet werden. Vor allem in Amerika und England werden die „crab apples“ kulinarisch zu süßsaurem „crab apple jelly“ verwertet.

Die leuchtenden Zieräpfel – die meisten Sorten färben ihre Früchte von September bis Oktober – sind zudem wunderbar, um im Haus herbstlich zu dekorieren.

Im Frühling beeindrucken die Zieräpfel mit reicher Blüte und angenehm süßlichem Duft. Ihre Blüten erscheinen zweifärbig, denn die Knospen sind stets dunkler gefärbt als die voll geöffneten Blüten. Die Blütezeit beginnt bei den frühen Sorten Anfang Mai, bei den späten Mitte Mai bis Anfang Juni und dauert ungefähr 10 bis 14 Tage. Die Blütenfarben variieren von Weiß über Rosa bis Weinrot. Rot blühenden Sorten treiben im Frühjahr mit tiefroten Blättern aus. Einige halten die purpurrote Färbung, andere vergrünen im Sommer. Eine Herbstfärbung ist nur bei wenigen Sorten erwähnenswert.


Zieräpfel bevorzugen sonnige bis lichte Standorte im Garten. Sie sind hitzeempfindlich. In heißen und trockenen Zeiten im Frühjahr bleichen die Blütenfarben aus und die Blütezeit verringert sich von 14 Tagen auf 2 bis 4 Tage, im Spätsommer setzt der Laubabfall vorzeitig ein. Die frostharten Gehölze sollten möglichst windgeschützt gepflanzt werden.
Die ganzjährig attraktiven Zieräpfel wirken im Garten besonders schön als einzeln stehende Solitärgehölze. Gepflanzt als Busch können sie sich im Lauf der Jahre entsprechend ihrer natürlichen Wuchsform in ganzer Schönheit entfalten und verleihen dem Gartenraum einen unverwechselbaren Charakter. Ist ausreichend Platz vorhanden, können die breit ausladend wachsenden Sträucher auch in Gruppen auf Rasenflächen oder in Blumenzwiebelwiesen gepflanzt werden.


Zierapfelgelee:

Die Früchte waschen und mit Kerngehäuse und Schale wie üblich entsaften. Der Saft enthält viel Pektin und geliert gut.
Auf 1 Liter Saft rechnet man 800 g Gelierzucker (1:1). Nach belieben mit Vanille oder Zimt verfeinern. Je nach Sorte der Zieräpfel ist das Gelee rot oder honiggelb.



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