Gartenbauverein


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Tipps für Naturgartenliebhaber und solche die es werden wollen

Vereinsleben

Ein Naturgarten ist auf den ersten Blick zu erkennen und verrät wie jeder Garten die Einstellung seines Besitzers. Naturgärtnerinnen und –gärtner gestalten ihren Garten, beherrschen ihn jedoch nicht. Sie planen und verändern – und lernen und experimentieren auch! Sie sind Teil ihres Gartens, bereit sich selbst zu verändern und zu entwickeln. Naturnahes Gärtnern bedeutet, dass wir uns um den Garten annehmen, dass wir jäten, mähen, säen und pflanzen – im Einklang mit der Natur.

Wildblumen - die bunten Schmetterlings und Insektenraststationen
Im Naturgarten gibt es keine „Unkräuter“, denn jede Pflanze erfüllt hier eine wichtige Aufgabe im Naturhaushalt – als Nektarquelle und Futterpflanze, als Bodendecker, bei der Erschließung neuer Flächen oder als Heilkraut und Wildgemüse.
In jedem Naturgarten sollte sich eine wilde Ecke finden, wo selbst wehrhafte Stauden nicht stören, sondern sogar schön anzusehen sind. Der Lohn kommt dann im Flug – im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Natur bedankt sich mit einer Vielzahl an bunten Schmetterlingen und anderen schönen Insekten für unsere Rücksichtnahme wie z.B. Admiral, Tagpfauenauge und der kleine Fuchs. Die meisten heimischen Pflanzen kommen jedoch als „Unkraut“ gar nicht in Betracht, viele sind von einer solchen Schönheit, dass sie unseren Garten optisch aufwerten.

Wildblumen ja – aber welche?
Königskerze, Natternkopf und Weidenröschen, Glockenblume, Engelswurz und Blutstorchenschnabel sind eine wahre Augenweide! Wer sie einmal im Garten wachsen lässt, wird sie nicht mehr missen wollen. Diese Wildblumen sind mehr als nur Zierde, sie sind auch äußerst anspruchslos und somit besonders gärtnerfreundlich. Draußen in der Natur wachsen sie oft auf Magerstandorten, erfordern daher im Garten ebenfalls weder Düngung noch Bewässerung und erfreuen uns dennoch mit einer langen Blühperiode.
Für jeden Standort im Garten gibt es passende, prachtvolle Wildblumen. Sogar sehr schattige Stellen, für die der konventionelle Pflanzenhandel nur recht wenige geeignete Arten anbietet, können wir zu einem besonderen Schmuck des Gartens machen. Im Waldesschatten oder in Schluchten findet der aufmerksame Pflanzenfreund das Passende für seinen Schattengarten. Waldgeißbart und Wollhahnenfuß zum Beispiel, die Haselwurz und viele Farnarten gedeihen am besten!

Einjährige Wildblumen – Schönheiten mit Ablaufdatum
Neben zweijährigen und ausdauernden Wildstauden finden auch einjährige Wildblumen in unserem Garten Platz. Zu den schönsten unter ihnen zählen viele Feldblumen, die – als es noch keine Herbizide gab – zu Tausenden jeden Acker mit leuchtenden Blütenröschen geschmückt haben. Klatschmohn und Kornblume, Kornrade und Sommeradonisröschen sind als Gartenblumen so prächtig, dass man bei ihrem Anblick kaum mehr an ein Getreidebegleitkraut denkt.

Anlegen von Trockensteinmauern

Trockensteinmauern sind Mauern, die ohne Mörtel gemauert werden. Bei Hangabstützung ist ein Fundament und die Hinterfüllung mit Schotter notwendig. Die Breite des Mauerfußes soll mindestens ein Drittel der späteren Mauerhöhe betragen.
Schneckenjäger wie Blindschleichen, Eidechsen und Laufkäfer suchen gerne Unterschlupf in Steinmauern und unter Steinhaufen. In den Fugen finden wir die idealen Plätze für Hauswurz- und Mauerpfefferarten, das Zimbelkraut und die anderen prachtvoll blühenden Überlebensspezialisten in extremer Trockenheit. Im ebenen Gelände, wo wir keine Terrassen abstützen müssen, können wir uns mit einem Steinhaufen helfen und ähnliche Voraussetzungen schaffen. Die Trockenheit solcher Standorte lässt nur ausnahmsweise andere Pflanzen aufkommen, sodass wir uns das Düngen oder Wässern, ja sogar das Jäten sparen können.



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