Gartenbauverein


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Tipp des Monats

WAS TUN IM APRIL



Der Frühling ist ins Land gezogen ! Die schönsten Frühlingsboten blühen endlich in den Gärten um die Wette und betören uns mit intensivem Duft und frischen Farben auf die wir so lange warten mussten - jetzt hält uns nichts mehr im Haus. Die Kraft, die die Blumen jetzt antreibt, erstaunt mich jedes Jahr aufs Neue. Der April ist wirklich einer der schönsten Monate im Jahr, er ist aber auch der arbeitsintensivste Monat in der gesamten Vegetationsperiode.
Wurzelnackte Gehölze wachsen besser an, wenn man ihre Wurzeln beim Einpflanzen gut einschlämmt. Das Pflanzloch wird mit der Hälfte des Erdaushubs befüllt, dann wird gewässert und das Gehölz im Pflanzloch leicht auf und ab bewegt. Abschließend wird die restliche Erde eingefüllt, leicht angedrückt und noch einmal gewässert. Durch das Einschlämmen schließen sich Hohlräume und auch feine Wurzeln bekommen guten Bodenkontakt.
Schüttere Laubgehölz-Hecken, durch die man ohne Mühe durchschauen kann, sind meist das Ergebnis mangelnder Pflege oder auch eines falschen Schnitts. Da hilft nur ein relativ radikaler Rückschnitt bis ins alte Holz. Wie tief die Heckenschere dabei angesetzt wird hängt von der Höhe der Hecke und der Gehölzart ab. Als Faustregel gilt: zwei Drittel abschneiden. Zusätzlich werden mit der Heckenschere die Seiten um zwei Drittel eingekürzt und Lücken in der Hecke sollten dann mit kräftigen Pflanzen aufgefüllt werden.
Sind Heidepflanzen vollständig verblüht sollten sie bis auf wenige Zentimeter zurückgeschnitten werden, was einen Neuaustrieb anregt. Entfernt werden aber nur die Triebspitzen mit welken Knospen und es wird nicht ins alte Holz geschnitten. Auch die sommerblühenden Besenheiden werden jetzt so gestutzt.
Planen Sie doch auch einen Teil des Gartens für Schnittblumen ein. In warmen Gegenden können darin bis Ende April Bechermalven oder auch Sonnenhut ins Beet gesät werden. Beide Arten bevorzugen einen durchlässigen, humosen Boden. Bedecken Sie nach der Aussaat den Samen nur dünn mit Erde. Rittersporn, Astern und andere hohe Stauden brauchen unbedingt eine Stütze, damit sie bei Regen und Sturm nicht abknicken. Solange die Pflanzen noch klein sind, lassen sich die Stützen relativ einfach anbringen - sind sie schon üppig gewachsen wird es wesentlich mühsamer. Das Frühjahr ist aber auch die richtige Pflanz- und Vermehrungszeit für Gräser. Alte, verfilzte Horste von Blauschwingel, Bärenfellgras, Blaustrahlhafer und Lampenputzergras sollten jetzt ausgegraben, in kleine Büschel geteilt und neu eingesetzt werden. Es gibt eine kleine, aber feine Auswahl attraktiver Gräser und Farne, die sich im Halbschatten wohlfühlen und perfekt mit Rhododendren und anderen Blattschmuckstauden harmonieren. Gräser und Farne sind perfekte Begleiter für Rhododendren und unerlässlich für einen harmonischen Gesamteindruck. Unaufdringlich aber immer präsent bilden sie einen passenden Vordergrund und sind dabei doch weit mehr als nur Statisten. Während der Rhododendronblütewirken sie als wohltuendes Gegengewicht zu der überwältigenden Farbenpracht und vor und nach der Rhododendrenblüte schaffen sie mit ihren filigranen Strukturen und den vielen verschiedenen Grüntönen reizvolle Kontraste zu den dunkelgrünen Blättern der eigentlichen Hauptdarsteller.
Damit Rosen schön verzweigt wachsen und starke, dichte Triebe ausbilden, sollten sie ordentlich zurückgeschnitten werden. Dadurch ergibt sich eine natürliche Verjüngung, die uns mit besonders vielen und schönen Blüten und einer kräftigen, widerstandsfähigen und gesunden Pflanze belohnen. Unterschieden wird hier allerdings zwischen Kulturpflanzen und Wild- oder strauchartigen Rosen. Wo erstere zum vollen Entfalten ihrer Blühkraft einen jährlichen Schnitt benötigen, kommen Wildrosen durchaus auch mehrere Jahre ohne Schnitt aus - sie wachsen zu ihrer vollen Größe heran und können ganze Hausfassaden zieren. Jedoch sollte nach ein paar Jahren ebenfalls ein Rückschnitt erfolgen um die Pflanze zu verjüngen und damit gesund zu erhalten. Ein Ausdünnen der schwachen Seitentriebe sollte allerdings jährlich erfolgen. Entgegen landläufiger Meinung muss der Rosenschnitt unbedingt im Frühjahr, wenn ein weiteres Zurückfrieren durch starken Frost nicht mehr zu befürchten ist, erfolgen. Im Herbst werden lediglich vertrocknete Blätter und Früchte entfernt, da sie ein idealer Nährboden für Pilze und Bakterien sind.Zum Beschneiden eigenen sich frostfreie, sonnige Tage ab der Forsythienblüte. Dann wird für einen gesunden Rückschnitt folgendermaßen vorgegangen: zuerst werden alle kranken und vertrockneten Triebe entfernt, die man besonders einfach am dunklen Mark im Inneren des Stängels erkennt. Der gesunde Trieb beginnt dort, wo die Farbe des Markes wieder weiß ist. Solche kranken Triebe können durchaus sehr weit an den Wurzelballen der Pflanze heranreichen. Scheuen Sie sich nicht davor die Rose stark zurück zu schneiden, auch wenn ein Hauptast der Pflanze betroffen ist. Nach dem Rückschnitt wird die entstandene Lücke sehr schnell durch die nachwachsenden Triebe wieder gefüllt. Beim Schneiden muss unbedingt mit einer sehr scharfen Schere gearbeitet werden, da ausgefranste Rinde ebenfalls das Entstehen von Rosenkrankheiten begünstigt.
Der Schnitt an sich soll circa fünf mm über dem Auge, also einem neuen Trieb der Pflanze, an gewünschter Stelle leicht schräg erfolgen. Die leichte Schräge ist notwendig, damit das Regen- bzw. Gießwasser sich nicht auf der Oberfläche absetzt, sondern schnell und ungehindert abfließt, damit sich keine Fäulnis an dieser Stelle bilden kann. Wie stark die Rose dann noch zurückgeschnitten wird hängt vom erwünschten Ergebnis aber auch der Unterart der Pflanze ab. Werden Rosen entsprechend stark zurückgeschnitten, erzeugen sie starke, aber nur wenige lange Triebe. Bei nur schwach zurückgeschnittenen Pflanzen entwickeln sich viele, aber nur kurze Triebe. Ältere Pflanzen vertragen in Abständen von mehreren Jahren einen starken Rückschnitt. Er fördert das Wachsen von neuen gesunden Trieben und kräftigen Blüten. Junge, frisch gepflanzte Rosen hingegen sollten in den ersten Jahren nur sanft zurückgeschnitten werden, damit sie eine gesunde Größe und damit Blühkraft entwickeln können. Bei Kletter– oder Wildrosen, die zu ihrer vollen Größe und Dichte heranwachsen sollen empfiehlt es sich, in den ersten Jahren lediglich die schwachen Seitentreibe zu entfernen. Dadurch wird erreicht, dass die Pflanze ihre Kraft auf die Entwicklung der Blüten an den starken Triebe konzentriert.
Wenn wir diese wenigen Tipps zum Rückschnitt von Rosen beachten, können wir uns starken, gesunden Pflanzen und einer üppigen Blütenpracht über viele Jahre sicher sein.
Wenn es im April zu Spätfrösten kommt, so kann das in einem ungeschützten Garten große Schäden anrichten. Schützen Sie daher beispielsweise die ersten früh blühenden Erdbeeren mit einem Folientunnel. Bei Spalierobstbäumen und Beerenobststräuchern sollte hingegen lieber eine Dämmung aus Vlies oder Sackleinen verwendet werden.
Obstbäume und Beerensträucher sind dankbar für eine Nährstoffgabe im Frühling. Streuen Sie spätestens Anfang April auf jeder Baumscheibe etwa drei Liter Kompost pro Quadratmeter aus. Kompost ist als Dünger für Obstgehölze besonders geeignet, da er viel Kalium und Kalzium liefert – Nährstoffe, die für die Fruchtbildung dringend gebraucht werden. Eine Ausnahme sind Kultur-Heidelbeeren, denn als Moorbeetpflanzen vertragen sie keinen Kompost. Setzen Sie Johannisbeeren so tief, dass der Wurzelballen ordentlich mit Erde bedeckt ist, damit die Bildung neuer Ruten aus dem Wurzelbereich angeregt wird. Wenn Sie mehrere Johannisbeeren nebeneinander am Spalier ziehen möchten, pflanzen Sie die Sträucher so hoch, dass der Wurzelballen mit der Erdoberfläche abschließt, denn es sollen ja nur wenig neue Zweige gebildet werden. Beim Pflanzen lässt man nur die drei kräftigsten Triebe stehen und fixiert sie fächerförmig an den Spanndrähten. Auch Himbeerstauden die im kommenden Herbst Früchte tragen werden benötigen jetzt unsere volle Aufmerksamkeit ! Nicht vergessen, dass Sie diese im Gegensatz zu den sommertragenden Sorten am senkrechten Spalier ranken lassen. Spannen Sie deshalb zwischen zwei Pfählen einen großmaschigeren Draht etwa hüfthoch auf - die jährlich neu treibenden Ruten wachsen dann zwischen den Maschen hindurch und die Pflanze findet auf diese Weise genügend Halt.
Unter Spitzendürre bei Kirschen versteht man das Absterben neuer Triebe von der Spitze her. Diese Krankheit lässt sich nur während der Blütezeit bekämpfen, weshalb daher im April verstärkt auf die Spitzen der Kirschbäume geachtet werden sollte. Zur Bekämpfung verwenden Sie am besten ein geeignetes Pilzbekämpfungsmittel, das Insekten – und hier insbesondere Bienen - nicht gefährdet und schneiden Sie die erkrankten Triebe bis ins gesunde Holz zurück.
Pflücksalate eignen sich nicht nur für die Aussaat in Beet und Hochbeet sondern auch ganz hervorragend zur Aussaat in Trögen und Gefäßen. Sie sind wüchsig und pflegeleicht und bescheren uns immer eine frische und vitaminreiche Beilage. Ab Anfang März kann bereits ausgesät werden. Wählen Sie unbedingt helle Standorte nahe am Haus oder auf Balkon und Terrasse aus, ein Platz in der prallen Sonne sollte aber vermieden werden. Gerade auf dem Balkon und der Terrasse oder Loggia sind die feinen Blätter sicher vor der Witterung und natürlich auch vor gefräßigen Schnecken. Pflücksalate sind im Gartenfachhandel als vorgezogene Pflänzchen oder als vielseitige Samenmischungen erhältlich. Auch große, flache Schalen sind zur Aussaat von Pflücksalaten ideal. Füllen Sie die Gefäße bis dicht unter den Rand mit Gemüseerde und verdichten Sie diese vorsichtig mit den Händen. Dann die Salatsamen gleichmäßig ausstreuen und mit einem kleinen Brettchen leicht andrücken. Achtung: Viele Salate sind Lichtkeimer, sie dürfen daher nicht zu tief gesät werden. Bedecken Sie die Samen daher immer nur ganz dünn mit Erde, um sie vor dem Austrocknen zu schützen.
Ich selber bin ja schon seit einiger Zeit unterwegs auf der Suche nach ausgefallener Frühlings-Dekoration für unseren Garten. Farbenfrohe Vogelhäuschen, ein neues Windspiel, bunte Keramikfiguren für die Zaunspitzen – all das zieht mich zur Zeit leider sehr an und ich muss mich schon sehr beherrschen um mein Geldbörsel nicht über Gebühr zu beanspruchen. Und der derzeit bei mir vorherrschende gewisse Hang zum farbenfrohen Kitsch treibt meinen Mann an den Rand des Wahnsinns
JJJ!
Genügend Kraft und Energie für die anstrengenden Frühjahrsarbeiten wünscht Ihnen,


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