Gartenbauverein


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Tipp des Monats

WAS TUN IM FEBRUAR

So langsam regen sich in unseren Gärten wieder die Säfte. Schneeglöckchen, die ersten vorwitzigen Früh-Krokusse aber auch Winterling und andere Vorfrühlingsblüher beginnen langsam aber sicher - und natürlich bei entsprechender Witterung - zu blühen. Diese bunten Farbtupfer sind die ersten Vorboten des nahenden Frühlings. Mit Hilfe von winterblühenden Gehölzen können wir auch jetzt im Spät-Winter etwas Farbe in unsere winterlichen Gärten zaubern, um so die kalte Jahreszeit besser gelaunt zu verbringen. Durch geschickte Auswahl lassen sich winterblühende Gehölze so toll kombinieren, dass sie uns die gesamte kalte Jahreszeit über mit unterschiedlichsten Blüten im Garten erfreuen. Eine solche mögliche Kombination wäre beispielsweise
die Herbstblühende Kirsche mit ihrem intensiven rosa der Knospen und dem zartrosa der voll aufgeblühten Blüten,
der Toskanische Schneeball mit seinen weißen bis zartrosa farbigen, doldenartigen bis kugeligen Blüten,
die Zaubernuss mit ihren orangen, intensiv duftenden, fransenartigen Blüten,
der Winterjasmin mit kleinen, gelben, trompetenförmigen Blüten,
die japanische Zier-Aprikose mit ihren vielen, kleinen, intensiv-rosa Blüten,
der Karnevals-Rhododendron (Vorfrühlingsalpenrose) mit seinen trichterförmigen, lila, hellpurpur bis karmesinrosa Blüten und
die Kornel-Kirsche mit ihren zartgelben, doldenartigen Blütenständen.
Winterblüher werden nach der Blüte geschnitten wenn die Blüten letztendlich welk geworden sind, sollte man zur Gartenschere greifen. Aber ausnahmslos nach der Blüte Anfang des Frühjahrs sollten diese Gehölze zurückgeschnitten werden, denn die Zweige, die anschließend wachsen, werden die Blüten im kommenden Winter tragen und dürfen daher keinesfalls gekappt werden.
Auch in unseren Wohnräumen ist Farbenvielfalt angesagt, denn jetzt in den Wintermonaten ist die Hauptblütezeit der meisten Orchideenarten. Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Orchideen in ihren Pflanztöpfen gut festsitzen und nicht wackeln – letzteres könnte beispielsweise ein Hinweis auf Wurzelschäden sein. Kräftige Blätter ohne Flecken oder Verfärbungen ist ein Zeichen dass es der Pflanze gut geht und sie sich wohl fühlt. Im Frühjahr werden auch wieder neue Wurzeln und Blätter gebildet, womit es wieder Zeit wird mit dem Düngen zu beginnen. Tipp für alle Orchideenfreunde: vom 4. bis 19. März 2017 findet in der Orangerie des Stiftes Klosterneuburg die 11. Internationale Orchideenausstellung statt. Öffnungszeiten täglich von 9 bis 18 Uhr. Als ausgesprochenes Sommerkind bin ich immer hungrig nach intensiven Farben – vor allem nach einem langen Winter. Aus diesem Grund hat es mir heuer die „Stiefmütterchen-Orchidee“ mit ihren intensiven Rot- und Pinktönen mit dottergelber Mitte ganz besonders angetan. Ich hoffe die Gelegenheit zu haben, die Orchideenausstellung besuchen zu können, um auf der Suche nach einem solchen Augenschmaus fündig zu werden.
Nicht nur die Orchideen, auch alle anderen Zimmerpflanzen und vor allem auch alle Zitruspflanzen müssen unbedingt regelmäßig auf Schädlingsbefall wie beispielsweise Spinnmilben, Woll- und Schildläuse abgesucht werden. Erhöhte Luftfeuchtigkeit sowie das Gießen mit möglichst „weichem“ Wasser ist auf alle Fälle eine Möglichkeit um diesem Schädlingsbefall hintanzuhalten. Übrigens können auch Kakteen von Wollläusen befallen werden: finden sich zwischen den Stacheln kleine, weißliche „Wattebäuschen“, ist der Kaktus mit Sicherheit mit Wollläusen befallen. Bei allen Zimmerpflanzen empfiehlt sich in solchen Fällen der Einsatz von Pflanzenschutz-Stäbchen, die im Fachhandel erhältlich sind. Sie werden rund um die Pflanzen in die Topferde gesteckt – der in den Stäbchen beinhaltete Wirkstoff wird mit dem Gießwasser im Topf verteilt und die Schädlinge abgetötet. Ebenso ist es ratsam, im Winter nach Ungeziefer bei Beerensträuchern im Garten - wie etwa Gallmilben - Ausschau zu halten, die sich gerne in Johannisbeersträuchern ansiedeln. Sind deren Knospen besonders dick, ist dies ein fast sicheres Zeichen dafür , dass es sich die Gallmilbe gemütlich gemacht hat. Die betroffenen Zweige sollten entfernt und im Biomüll entsorgt werden.
Wer über etwas Platz auf einer Fensterbank oder womöglich über ein freies Zimmer verfügt und sich im Frühjahr etwas Geld ersparen möchte, kann ab sofort mit der Aussaat von Begonien, Löwenmäulchen usw. beginnen. Grundvoraussetzung sind Licht, Wärme und eine hochwertige Anzuchterde. A`propos Fensterbank: Keimsprossen von Kresse, Mungobohnen, Linsen, Radieschen, Rettich, Leinsamen, Rucola u.v.a.m. auf der Fensterbank gezogen, sind die perfekte Ergänzung für unser winterliches Vitaminangebot. Es ist kinderleicht zu bewerkstelligen und macht Freude, den kleinen Keimen beim Wachsen zuzusehen. Schon nach 3 bis 7 Tagen (je nach Sorte) sind die Sprossen erntereif.
Die Blätter der Christrosen bekommen im Spätwinter häufig braune Flecken. Deshalb sollte das alte Laub entfernt werden, noch bevor sich die ersten Blüten zeigen. Die vorjährigen Blätter werden einzeln an der Basis abgeschnitten, damit Sie nicht versehentlich die neuen Blatt- und Blütentriebe erwischen. Diese Pflegemaßnahme hat gleich zwei positive Effekte: die Blattfleckenkrankheit breitet sich nicht weiter aus und die Blüten kommen besser zur Geltung. Haben Sie sich auch schon öfters gefragt warum Christrosen bei Kälte nicht erfrieren ? Die Pflanzen schützen sich mit einem besonderen Mechanismus vor Schäden durch Kälte: sie können Wasser aus den Zellen in die Zwischenräume verlagern um zu verhindern, dass das gefrierende Wasser die Zellen zum Platzen bringt. So hängen die Blütenköpfe und Blätter bei Frost welk nach unten, erholen sich aber sehr rasch, sobald die Temperaturen wieder steigen.
Kräutern und Laub tragenden Kübelpflanzen im Winterquartier schadet gut gemeintes, aber zu häufiges Gießen sehr. Die Pflanzen machen eine Winterruhe und brauchen jetzt nur wenig Wasser. Bei zu viel Nässe im Erdballen faulen die Wurzeln, die Pflanzen "ertrinken" regelrecht. Am sichersten ist es, wenn die Topferde alle 14 Tage mit der Fingerprobe kontrolliert wird. Nur wenn die Topferde an der Fingerspitze trocken ist, muss gegossen werden. Ein wichtiger Aspekt, den man beim Überwintern von Geranien wiederum unbedingt beachten sollte ist, das Substrat der Geranien nicht zu trocken werden zu lassen, denn sonst sterben sie ab.
Im Februar schneidet man die Geranien wieder bis auf vier Knospen zurück und entfernt kranke oder welke Pflanzenteile. Topft man die Geranien dann auch noch in frische, hochwertige Pflanzerde, sind sie auch schon bereit für die neue Gartensaison. Bis es aber wirklich so weit ist, bleiben sie auf alle Fälle noch in der schützenden Winterunterkunft.

Es gibt jetzt doch schon so einiges zu tun, um für die Anzucht von Blumen und Gemüse gerüstet zu sein. Dazu gehört auch die gründliche Reinigung der Anzuchtkästen und Frühbeete. Schmutz und Staub auf den Scheiben verhindern, dass genügend Licht auf die Pflanzen fällt und schränken so das Wachstum ein. Auch Schimmelpilze können sich in ungereinigten Gefäßen und Anzuchthäusern leicht ausbreiten um schlussendlich die neue Anzuchterde oder gar frisch durchgebrochene Pflänzchen schädigen.
Sobald das Thermometer Plusgrade anzeigt, können wir Hobbygärtner wieder die Ärmel hochkrempeln und uns an die ersten Arbeiten im Garten machen. Außer Schneeglöckchen, Frühkrokussen oder Winterlingen ist das erste, das sich wärmenden Sonnenstrahlen entgegenstreckt das Unkraut. Oder um bei der political correctness zu bleiben – die unerwünschten Beikräuter. Auch wenn es sich komisch anfühlt, jetzt schon Unkraut zu zupfen – noch sind die Mengen überschaubar. Wer den ersten Hälmchen jetzt schon den Garaus macht, hat es etwas leichter, sobald der Frühling da ist und Wärme und Feuchtigkeit diese Wildkräuter regelrecht in die Höhe „schießen“ lässt. Blumen- und Gemüsebeete, Sträucher und vor allem Rosen können gedüngt werden. Wir holen uns in diesen Tagen gerne gut abgelagerten Pferdemist vom Reitstall, in dem meine Freundin ihre beiden Pferde eingestellt hat. Dieser Pferdemist wird auf den Beeten und unter den Sträuchern bzw. rund um Rosen ausgebreitet. Der Regen oder vielleicht doch noch einmal nachkommender und wieder schmelzender Schnee sorgen dafür, dass die Nährstoffe tief in den Boden eindringen und ihn anreichern. Und keine Angst – gut abgelagerter Pferdemist stinkt nicht ! Sie können ihn ohne weiteres in einem großen Kübel im Auto transportieren. Lehmboden, wie er in unserer Gegend leider verbreitet ist, kann durch Mulchen verbessert werden, indem halb verrottetes organisches Material wie beispielsweise Grobkompost auf den Beetoberflächen verteilt wird. Schön langsam können auch alle Zweige, Reisig und Blätter, die den Winter über als Frostschutz gedient haben, entfernt werden.
Passend zum baldigen Aschermittwoch habe ich ein sehr frisch-fruchtiges Garnelen-Rezept für alle Hobby-Köche in den Reihen unserer Mitglieder gefunden:
Zutaten für 4 Personen:
4 Scheiben Tramezzini Brot
1 Ananas
10 -15 dag Cocktailtomaten
1-2 Zehen Knoblauch
2 Stangen Frühlingszwiebeln
(1 sehr kleine rote Chili oder 1TL Sambal Olek für alle, die es gerne süß-scharf mögen)
Olivenöl
40 dag kleine Garnelen ohne Schale, vorgegart
15 dag Mini-Mozzarellakugeln (ich halbiere sie immer)
ca. 2 -3 EL Balsamicoessig
Zucker (ich verwende lieber den braunen Rohrzucker), Salz, Pfeffer
1 kleiner Bund Basilikum oder wahlweise ½ Bund Koriandergrün (für alle Asia-Fans)
Olivenöl z. Einfetten
Zubereitung:
Backofen auf 190 Grad vorheizen. Die Tramezzinibrotscheiben halbieren (es müssen Quadrate entstehen) und mit einem Nudelholz dünn ausrollen. Ein Muffinblech mit Olivenöl einfetten, die Brotscheiben in die Mulden drücken, rundum vorsichtig mit den Brotscheiben auslegen und mit Öl beträufeln. Im Backofen ca. 7 bis 8 Minuten goldbraun backen. Die Ananas schälen, den Strunk entfernen und das Fruchtfleisch klein würfeln. Cocktailtomaten waschen und vierteln und auch den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Frühlingszwiebeln zurechtputzen, waschen und in feine Ringe schneiden (wer es gerne süß-scharf haben möchte schneidet den kleinen Chili jetzt in sehr feine Streifen). Alle vorbereiteten Zutaten mit den Garnelen und den Mini-Mozzarellakugeln in eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer, Balsamico, ca. 4 EL Olivenöl und einer Prise Zucker (nach Geschmack) würzen. Alles gut vermengen und ½ Stunde ziehen lassen.
Zehn Basilikumblätter oder maximal einen halben Bund Koriandergrün in feine Streifen schneiden, zum Salat geben und noch einmal 15 Minuten ziehen lassen. Die beim Backen entstandenen Brotkörbchen auf eine Platte setzen, mit dem Salat füllen und mit frischen Basilikum- oder Koriandergrünblättern dekorieren.
Wer es eilig hat und sich einen Arbeitsgang ersparen möchte, verzichtet auf die Tramezzinibrot-Körbchen und serviert den Salat mit Baguette, Ciabatta oder Sandwichscheiben.
Gutes Gelingen wünscht Ihnen,

Ihre S.Jungwirth


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