Gartenbauverein


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Riesenbärenklau – Giftpflanzen am Wegesrand

Vereinsleben

Mittlerweile breitet sich in ganz Österreich eine Pflanzenart aus, die Medizinern und Naturschützern zu gleichen Teilen Kummer bereitet: der Riesenbärenklau (lat.: Heracleum mantegazzianum) wird wegen seines kräftigen Wuchses auch Herkulesstaude genannt. Verwildert tritt der Riesenbärenklau an Waldrändern, bei Wegen aber auch bei Streuwiesen auf. Die Pflanzen können über 3 m hoch werden, ihr Stängel ist an der Basis bis zu 10 cm dick und rot gesprenkelt. Die Blätter sind gefiedert, die Einzelblätter laufen spitz zu. Ab Juli stehen die Pflanzen in der Blüte; die Dolden können einen Durchmesser von bis zu 50 cm erreichen. Die Samen einer Pflanze sind sehr widerstandsfähig und bleiben mehrere Jahre keimfähig.
Die Inhaltsstoffen des Pflanzensaftes sind stark fototoxisch („Giftwirkung unter Lichteinfluss - UV-Strahlung“). Hautkontakt mit dieser Pflanze führt zu Hautveränderungen, Pigmentstörungen und Blasenbildung, die den Symptomen einer schweren Verbrennung entsprechen. Sehr oft bleiben an den
betroffenen Hautpartien hässliche Vernarbungen zurück. Ein Augenkontakt mit dem Pflanzensaft ist in jedem Fall zu vermeiden, da im schlimmsten Fall Erblindung droht. Selbst das Einatmen der Dämpfe des Pflanzensaftes (beim unsachgerechten Entfernen) kann zu Gesundheitsproblemen führen. Besonders Kinder sollten in jedem Fall vor dem Kontakt mit dem Riesenbärenklau geschützt werden, zumal die riesigen Blütenstände sehr zum Spielen einladen.
Durch die Gefährlichkeit der Pflanze, sollte die Entfernung bzw. die Vernichtung nur durch Fachpersonal erfolgen.




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